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Speerschleuderbau

Eine Speerschleuder (Atlatl) ist eine geniale Weiterentwicklung des mit der Hand geschleuderten Speeres und die erste zusammengesetzte Waffe der Menschheit. Speerschleudern wurden im eiszeitlichen Europa entwickelt und reichen bis ca. 18'000 BC zurück. Nach der Eiszeit, um ca. 10'000 BC, wurden sie durch den noch präziseren Pfeilbogen abgelöst.

Für den Bau einer Speerschleuder benötigt man einen unteramlangen und ca. 4-5 cm dicken Holzstab. Das eine Ende wird zu einem Haken geschnitzt, das vordere Ende wird so bearbeitet, dass es bequem in der Hand liegt. Das hintere Drittel des Stabes wird etwas abgeflacht. Bei der amerikanischen Variante wird der Griffteil beidseitig verjüngt und mit Lederschlaufen versehen, in die der Daumen und der Mittelfinger (oder Zeige- und Mittelfinger) eingreifen können. Der Haken kann auch aus Geweih geschnitzt und dann mit Birkenpech (oder Klebstoff) am Griff befestigt werden.

Der Speer selbst ist meist zwischen 1.50 bis 2.10 lang und etwa ca. 1 cm dick. Am besten wird ein Nadelholz (Föhre/Kiefer) verwendet. Am hinteren Ende wird eine Vertiefung eingeschabt, in die der Schleuderhaken eingreifen kann. Die Speere werden meist durch drei Federn stabilisiert. Am besten eignen sich Truthahnfedern, die angeklebt und evtl. auch noch umwickelt werden. Als Material für die Speerspitze kann man Silex, Geweih oder Knochen verwenden. Die Spitze wird mit Birkenpech befestigt und mit Sehne umwickelt.

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