Suche / Sitemap :: Impressum 

Kupferverhüttung

Die Kupferverhüttung im Experiment

Unsere Kupferverhüttungs-Experimente bauen auf den Erkenntnissen aus der antiken Kupferabbau- und Verhüttungsstätte Agia Varvara-Almyras in Zypern auf (http://home.tiscalinet.ch/almyras). Der Fundplatz ist ins 1. Jahrtausend v. Chr. datiert, also eisenzeitlich, und liegt 20 km südlich von Nicosia am Fusse des Troodosgebirges, in einem Revier mit Kupfer- und Goldminen aus dem 20. Jahrhundert unserer Zeitrechnung.

Die Schmelzöfen bestehen aus einzelnen oder verzwillingten freistehenden Tonzylindern mit vorgelagerter Schlackengrube. Der besterhaltene Verhüttungsofen ist ein freistehender Konus aus Ton von 90 cm Höhe mit zwischen 60 und 30 cm Aussendurchmesser.

Die Temperaturen, bei welchen die Verschlackungs- und Reduktionsprozesse ablaufen, liegen zwischen 1100 und 1250° Celsius. Die natürliche Zugluft im Ofenschacht reicht nicht aus, um diese Temperaturen zu erreichen; es muss mittels Blasebalg und Düse künstliche Luft zugeführt werden.

Auch wenn der eigentliche Verhüttungsprozess mehrere Stunden dauert, wird er im Vergleich zur gesamten Arbeitsleistung wohl am wenigsten Zeit in Anspruch genommen - aber die grössten Kenntnisse vorausgesetzt - haben. Dieser wichtigste Arbeitsschritt, bei dem tage-oder oder gar wochenlange Vorbereitungsarbeiten, wie Erz anreichern, Holz zusammentragen, Öfen bauen, bei falscher Ofenführung zunichte gemacht werden können, muss von einem gut eingespielten Team von mindestens drei Leuten durchgeführt werden. Für Vorführungen verwenden wir einen in Elementen vorfabrizierten Ofen und industriell angereichertes Kupfererz.

Walter Fasnacht, Projektleiter Almyras Excavation Cyprus

  © and design by ExperimentA :: coding by SokratesSoft GmbH
Mitgliederbereich :: Administration