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Eine praktische Einführung in die prähistorische Keramik

Im Juni 2009 wurden zehn ExperimentA-Mitglieder von Stefan Jakob, dem Eigentümer des Zürcher Ateliers "Keramik&Animation" (www.raku.ch) und einem bekannten Keramik­künstler, in die Her­stellung von prä­histo­rischer Keramik einge­wiesen.

Der erste Kurstag begann mit Informationen, woran lehm­haltiges Gelände erkannt und wie Lehm abgebaut werden kann und so führte der erste praktische Teil dann auch an den Zürcher Stadt­rand, wo sich jede Teil­nehmerin und jeder Teil­nehmer gleich selbst im Lehm­abbau üben konnte. Im Atelier wurde später in ziemlich kräfte­raubender Arbeit die Magerung herge­stellt und der Ton damit ange­reichert, bevor sich die Teil­nehmenden schliesslich an ihr eigenes prähistorisches Ton-Projekt machen konnten. Während sich die einen mass­genau an archäo­logische Zeich­nungen zu halten ver­suchten, probierten sich andere wiederum in der freieren Ge­staltung, und so entstanden im Laufe des Tages die ver­schiedensten "urge­schicht­lichen" Töpfe, Schüsseln und Becher.

Der zweite Kurstag fand eine Woche später auf dem ExperimentA-Gelände in Dübendorf statt und widmete sich während einiger Stunden ganz dem mehrgängigen Gruben­brand, der damit endete, dass die eine Woche zuvor herge­stellte Keramik in der heissen Grube plaziert, erhitzt und ab­schliessend mit Stroh und Erde zuge­schüttet wurde. Am darauf­folgenden Kurs­tag konnten die Ton­gegen­stände schliesslich der immer noch dampfenden Grube ent­nommen werden. Stolz präsentierten die Kurs­teil­nehmer­innen und Kurs­teil­nehmer ihre selbst­ge­formten Gegen­stände, die allesamt den Brand heil überstanden hatten - und die in der Zwischenzeit sogar auf ihre All­tags­taug­lich­keit hin über­prüft werden konnten.

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